IHRE KINDERÄRZTE IN BIELEFELD

     

PRÄVENTION

WAS KANN ICH MEINEM KIND NOCH ETWAS GUTES TUN? LASSEN SIE IHR KIND RAUCHFREI GROß WERDEN!

KINDERHEILKUNDE JUGENDMEDIZIN ALLERGOLOGIE

IHRE KINDER HABEN NUR EINE KINDHEIT!

Natur und Wesen eines Kindes sind nicht das klein sein, sondern das groß werden!

Räumlichkeiten und Impressionen

Unsere Mitarbeiterinnen sind immer für Ihre Fragen und Sorgen ansprechbar.

Hier finden Sie einen Auszug unseres medizinischen Leistungsangebotes

Medizinische Leistungen wie Sonographiescreening und Reiseimpfungen, die von manchen Krankenkassen nicht bezahlt werden.

ARTIKEL 24 DER UN - KINDERKONVENTION

"Jedes Kind hat das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit!"

GEROLD SCHACKER

Arzt für Kinder- und Jugendmedizin Allergologie

DR. MED. MANFRED FASSE

Arzt für Kinder- und Jugendmedizin

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Ein Arzt ist immer für Sie erreichbar.

PRÄVENTION

VITAMIN D

Rachitisprophylaxe durch Vitamin D

Vitamin D Mangel kann bei Säuglingen zu einer Rachitis ("Englische Krankheit") mit Knochenverformungen und Entgleisungen des Calcium und Phosphat Stoffwechsels führen. 400 I. E. Vitamin D täglich können das in der Regel verhindern.

Vitamin D als Nahrungsergänzung sollte mindestens im gesamten ersten Lebensjahr gegeben werden; im Winter geborene Kinder erhalten Vitamin D noch bis zum 2. erlebten Frühsommer. Üblicherweise erhalten Neugeborene täglich 1 Tablette Vigantoletten® 500. Frühgeborene benötigen anfänglich täglich 1000 I.E. Vitamin D (Vigantoletten® 1000). Vitamin D Tabletten sind einfach zu dosieren, unabhängig von der Raumtemperatur und preiswert.

DeVit® Tropfen (6 Tropfen = 400 I.E.) in der 3er Bündelpackung sind eine preiswerte und gute Alternative.

Alternativ kann man 5 Tropfen des probiotischen BiGaia® Plus täglich geben. Diese Dosierung enthält zusätzlich 400 I.E. Vitamin D.  

BiGaia® könnte durch Besserung der Darmflora noch Blähungn und Koliken verhindern.

Nahrungsergänzungsmittel wie BiGaia® Plus werden allerdings nicht von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und sind so nicht rezeptierbar..

Schulkinder, die kaum an die „frische Luft“ kommen und nur am Schreibtisch vor dem Computer sitzen, aber auch „Verschleierte“ Mädchen oder dunkelhäutige Menschen können auch später noch an einem latenten Vitamin D Mangel mit vermehrter Müdigkeit und Schlappheit leiden. Der Vitamin D Bedarf von täglich 400 - 800 I.E. entspricht ca. 4 Fischmahlzeiten pro Woche oder 10 Eiern täglich und ist mit „normalen“ Ernährungsgewohnheiten kaum zu decken. Ein tägliches Sonnenbad von 15 Minuten wäre wünschenswert, ist aber in Bielefeld kaum möglich. Deshalb empfehlen wir auch bei Schulkindern und Jugendlichen eine tägliche Vitamin D Prophylaxe mit 500 I.E. Vitamin D.

Besser ist jedoch eine gesunde Ernährung, Sonne und Sport an der frischen Luft..

Achtung: Vigantol® Öl ist keine gute Alternative und zu teuer.

Ein Tropfen Vigantol® Öl enthält  statt 400 I. E. Vitamin D 667 I. E. Vitamin D!

Da die Tropfengröße in Abhängigkeit von der Raumtemperatur variiert, kann es zu Überdosierung mit Erbrechen, Durchfall und Nierenversagen kommen.

Daher die Rezeptpflicht!


Kariesprophylaxe durch Fluor 


Fluor ist ein reaktionsfähiges chemisches Element. In reiner Form existiert es nahezu gar nicht, es verbindet sich mit anderen Substanzen zu Salzen. Diese Fluoride dienen dem Aufbau von Knochen und Zahnschmelz, den sie widerstandsfähiger machen gegenüber Karies. Sie hemmen die Bakterientätigkeit in den Zahnbelägen. Unsere Nahrung und unser Trinkwasser enthalten Fluoride. Bei normaler Ernährung reicht das Fluor jedoch nicht aus, um unsere Zähne ausreichend zu härten.


Wir empfehlen daher tägliche Fluoridgaben zur Kariesprophylaxe bis zur Verwendung fluorhaltiger Zahnpasta.


Karies ist keine Fluormangelerkrankung!

Nicht fluorierte Zähne kann man bei guter Zahnpflege sowie gesunder Ernährung  kariesfrei  erhalten, aber auch fluorierte Zähne durch schlechte Zahnhygiene und Missbrauch von Süßigkeiten mit Karies zerstören.


Fluoride werden nicht als Medikament, sondern als Nahrungsergänzung gegeben.


Trotzdem kann es bei Überdosierung zu Nebenwirkungen kommen, sogenannten Dentalfluorosen mit entkalkten weißen Zahnverfärbungen, die zwar der Festigkeit des Zahnschmelzes nicht schaden, aber unschön aussehen.


Die zur Kariesprophylaxe eingesetzten Fluoridierungsmaßnahmen können sowohl durch äußere Anwendungen in Form von Zahnpasten, Lacken und Gelees, sowie durch Nahrungsergänzung mit Tabletten oder fluoridiertem Speisesalz erfolgen.


Nur mit einer kontrollierten Fluoridgabe können Kariesschutz gewährleistet und Überdosierungen vermieden werden.


FLUORIDKONZENTRATION

IN MINERALWASSER


Birgy Bronn

3,8 mg/l

Christinen Brunnen

3,5 mg/l

Hardenstein Brunnen

3,3 mg/l

Redinger Mineralwasser

3,1 mg/l

Überkinger Mineralwasser

2,9 mg/l

Astra Quelle

2,8 mg/l

Schwarzwald-Sprudel

2,2 mg/l

Zwestener Löwensprudel

1,6 mLavaredog/l

Kellerwald-Quelle

1,5 mg/l

Fortuna (Rhön)

1,4 mg/l

Lavaredo

1,4 mg/l

St. Maria Brunnen

1,4 mg/l

Zwestener Löwenquelle Heilwasser

1,4 mg/l

Badoit

1,4 mg/l

Förstina Sprudel

1,2 mg/l

Hirschquelle

1,2 mg/l

Bad Vilbeler Elisabethenbrunnen

1,1 mg/l

Kronthal-Quelle

1.0 mg/l

Selters-Mineralquelle

1,0 mg/l

Teinacher

1,0 mg/lR

Rhenser

0,9 mg/l

Saturn-Quelle

0,9 mg/l

Hassia

0,8 mg/l

Juwel-Brunnen

0,8 mg/l

Oberselters

0,8 mg/l

Odenwald-Quelle

0,8 mg/l

Apollinaris

0,7 mg/l

Augusta Viktoria

0,7 mg/l

Bad Hersfelder Naturquelle

0,7 mg/l

Heppinger

0,7 mg/l

Rhönsprudel

0,7 mg/l

San Pellegrino

0,7 mg/l

Blutungsprophylaxe durch Vitamin K

Ein anfänglicher Vitamin K Mangel kann insbesondere bei voll gestillten Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten zu einer spontanen schweren Hirnblutung führen.

Dieses lebensbedrohliche Ereignis kann durch eine dreimalige Gabe von Vitamin K jeweils bei der Geburt (1. Lebenstag), bei der Vorsorgeuntersuchung U2 (3. - 10. Lebenstag) und der Vorsorgeuntersuchung U3 (3. - 6. Lebenswoche) sicher verhindert werden.

Deshalb erhält jedes Neugeborene in unserer Praxis 2 mg Vitamin K bei der Vorsorgeuntersuchung U2 und der Vorsorgeuntersuchung U3 zum Schlucken.

Wir warnen dringend, wie auch das Expertengremium des DGKJ, vor alternativen Schemata, wie zum Beispiel niedrigdosierte, täglichen Vitamin K Gaben. Erfahrungen in den Niederlanden haben eine unzureichende Wirksamkeit mit gehäuften Hirnblutungen bei Säuglingen gezeigt.

VITAMIN K


Täglich empfohlene Fluoridgabe zur Kariesprophylaxe in Abhängigkeit

von Alter und Fluoridkonzentration im Trinkwasser

Alter                         < 0,3 ppm        0,3-0,6 ppm      > 0,6 ppm


Geburt-6 Monate     Kein Fluorid      Kein Fluorid     Kein Fluorid

6 Monate-3 Jahre    0,25 mg/Tag     Kein Fluorid      Kein Fluorid

3-6 Jahre                 0,50 mg/Tag     0,25 mg/Tag     Kein Fluorid

6-16 Jahre               1,00 mg/Tag     0,50 mg/Tag     Kein Fluorid

In Bielefeld sollte neben der täglichen Rachitisprophylaxe mit 500 I.E. Vitamin D im erste Lebensjahr ab dem 7. Lebensmonat auch mit der Kariesprophylaxe von 0,25 mg Fluorid pro Tag begonnen werden. Zunächst werden 0,25 mg Fluorid pro Tag in Kombination mit 500 I.E. Vitamin D empfohlen, anschließend bis zum Alter von 3 Jahren die alleinige Fluoridgabe.


Ab dem 4. Lebensjahr werden 0,5 mg Fluorid pro Tag und ab dem 6. Lebensjahr 1,0 mg Fluorid pro Tag bis zum kompletten Erscheinen der bleibenden Zähne im Alter von 16 Jahren empfohlen. Wenn dieses Vorgehen  zur  Kariesprophylaxe angewendet wird, sollten die Zähne jedoch in den ersten 3 Jahren noch ohne fluoridhaltige Zahnpasta geputzt werden und zusätzlich  noch kein fluoridhaltiges Speisesalz zum Kochen verwendet werden.


Jodiertes Speisesalz ist zum Vorbeugen einer Jodmangelstruma immer dringend angeraten! Die Schweiz versetzt sogar Trinkwasser  mit Jod.

Beim Verschlucken von fluoridhaltigen Zahnpasten beim Zähneputzen besteht die Gefahr einer Fluorüberdosierung, wenn Kinder zusätzlich Fluortabletten einnehmen.Trinkwasserfluoridierung wird in Deutschland zur Zeit nicht durchgeführt. Leider  werden in Kindergärten vereinzelt immer noch Fluoridtabletten verteilt ohne vorher festzustellen, wie viel Fluoride das Kind bereits aus andern Quellen erhält. Dadurch können bei Kindern mehr oder weniger starke Zahnschmelzstörungen, sogenannten Dentalfluorosen auftreten. Fluoridtabletten sollten daher nicht gleichzeitig mit Fluoridiertem Speisesalz gegeben werden, um Dentalfluorosen durch Überdosierung zu vermeiden.


Es gibt keine gute Alternative zur Kariesprophylaxe durch Fluoride!


Homöopathischer Muschelkalk und Algenpräparate zur Rachitis- und Kariesprophylaxe etc. sind Unfug und nutzen allenfalls dem Apotheker !


Fluoridgehalt in Mineralwässern


Die deutsche Mineralwasserverordnung schreibt vor, Mineralwässer als fluoridhaltig zu kennzeichnen, wenn die Fluoridkonzentration über 1,5 mg/l liegt. Es ist daher nur schwer abzuschätzen, wie hoch die Fluoridaufnahme durch Mineralwasser beim einzelnen Patienten ist.


     

Fluoridgehalt im Bielefelder Stadtwasser

Gruppe A: WW Nordf., Mittelf., Südf., Furlbach, Tiefenwasser           Fluorid 0.08 mg/l         

Altenhagen, Brake, Brönninghausen, Heepen, Hillegossen,

Innenstadt Nord/Ost, Jöllenbeck, Lämershagen, Milse, Oldentrup,

Schildesche, Sieker, Ubbedissen


Gruppe B: Gruppe A + WW 1,2,3,4,16,18                                           Fluorid 0.07 mg/l  



Babenhausen, Gellershagen, Eckardtheim, Heideblümchen,


Innenstadt West, Sennestadt, Senne I


Gruppe C: WW Windfang, WW Ummeln                                             Fluorid 0.08 mg/l              


Brackwede, Gadderbaum, Kupferhammer, Ummeln, Quelle



Gruppe D: WW Dornberg                                                                    Fluorid 0.13 mg/l  


Dornberg, Kirchdornberg

     

Kropfprophylaxe durch Jod 


Bielefeld ist ein Jodmangelgebiet!

Viele Lebensmittel enthalten Jod. Bei normaler Ernährung reicht dieses Jod jedoch nicht aus, um eine Jodmangelstruma zu verhindern.


Ein latenter Jodmangel führt auch ohne Kropf zu einem erhöhten Schilddrüsenkrebsrisiko!


Erkrankungen, bei denen Jod zu Problemen führt, sind extrem selten. Es sollte zu Hause immer nur mit jodiertem Speisesalz gekocht werden!


Die Schweiz versetzt deshalb Trinkwasser  mit Jod!

JOD

BIELEFELDER WASSER